Material: Welche Fasern stecken in nachhaltiger Mode?

Naturfasern heißen deshalb so, weil sie als Faser natürlich wachsen. Pflanzliche oder tierische Naturfasern sind biologisch abbaubar, versprechen hohen Tragekomfort und haben teils überraschende Eigenschaften, die High-Tech-Textilien nur nachahmen wollen. Um Naturfasern zu gewinnen, fallen viele Arbeitsschritte an – für uns ein Vorteil, denn so können viele Menschen fair ihren Lebensunterhalt verdienen.

Chemiefasern werden durch chemisch-technische Prozesse hergestellt. Sie können aus natürlichen Substanzen (natürliche Polymere, z. B. Cellulose-Chemiefasern wie Viskose aus Holz) oder chemisch erzeugten Substanzen bestehen (synthetische Polymere, z. B. Polyester aus Erdöl) oder sie sind Metallfäden (Nicht-Polymere). Je nach Herstellungsverfahren, Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauch können auch sie ein gutes Nachhaltigkeitsprofil haben.

Dies sind die häufigsten nachhaltigen Materialien bei FairBleiben:

Bio-Baumwolle (kbA)

  • Angenehm weiches Hautgefühl, sehr saugfähig, heiß waschbar, langlebig durch gute Scheuerfestigkeit.
  • Nachhaltigkeit: Verzicht auf Pestizide, Herbizide, Fungizide, synthetische Düngemittel und Gentechnik. Reduzierter Wasserverbrauch im Vergleich zu konventioneller Baumwolle. Bio-Baumwolle schützt die Umwelt, die Gesundheit der Menschen in den Anbauländern und vermeidet Abhängigkeit von Gentechnik-Saatgutproduzenten.

Bio-Schurwolle (kbT)

  • Hält warm, nimmt Feuchtigkeit von der Haut auf und lässt Wasser abperlen. Dadurch auch für Outdoor- und Sportbekleidung geeignet.
  • Nachhaltigkeit: Artgerechte Tierhaltung. Kein Mulesing. Verzicht auf Pestizide, Herbizide oder Genmanipulation bei Weideflächen, Futter und den Tieren selbst.

Hanf

 

  • Tolles Hautgefühl, Wohlfühlfaktor auch bei empfindlicher Haut – macht süchtig! Als Jersey erhältlich (T-Shirt-Stoff) sowie als Gewebe in Leinen-Optik.
  • Nachhaltigkeit: Wächst auch gut in kälterem Klima und auf Boden, der für Nahrungsmittelproduktion nicht geeignet ist. Verbessert die Bodenqualität, beugt Erosion vor, erbringt einen fast doppelt so hohen Ertrag wie Baumwolle (in Relation zur Anbaufläche).

Leinen

 

  • Besonders kühlend und luftig, daher der Sommerstoff.
  • Nachhaltigkeit: Wächst am besten in mildem, feuchtem Klima – sonst hoher Wasserverbrauch und Bedarf an Dünger. Gedeiht ebenso wie Hanf auch auf Boden, der für Nahrungsmittelproduktion nicht geeignet ist. Kann ohne Einsatz von Chemikalien mechanisch gewonnen werden.

TENCEL™ Lyocell

 

  • Weich und luftig. Synthetische Pflanzenfaser mit baumwollartigem Hautgefühl.
  • Nachhaltigkeit: Biologisch abbaubare Chemiefaser. Wird aus Cellulose (Holzfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft, z.B. Eukalyptus) gewonnen und steht somit nicht in Konkurrenz zum Nahrungsmittelanbau. Das Tencel-Verfahren nutzt ein ungiftiges Lösungsmittel, das wieder aufbereitet und in geschlossenem Kreislauf genutzt wird. Produkt der österreichischen Firma Lenzing AG.

Bambus-Viskose

 

  • Angenehmes Hautgefühl, weicher Griff.
  • Nachhaltigkeit: Meist als synthetische Pflanzenfaser im Viskoseverfahren ausgesponnen (biologisch abbaubare Chemiefaser). Unter den Viskosearten eine der besseren, da Bambus schnell nachwächst. Selten als Naturfaser mechanisch geerntet und leinenartig verwebt.

Recyceltes Polyester PES / PET / Nylon:

 

  • Besonders geeignet für wetterfeste Außenbekleidung, Strumpfhosen oder Rucksäcke.
  • Nachhaltigkeit: Recycling von erdölbasierten Materialien verlängert ihren Lebenszyklus und vermeidet die Ansammlung auf Müllhalden oder in den Weltmeeren. Es wird weniger neues Erdöl für die Fasergewinnung verbraucht. Nicht biologisch abbaubar, daher besser gezielt einzusetzen, wo andere Fasern die Funktion nicht erfüllen (s.o.).

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